Tag 6
Mit gemischten Gefühlen starteten wir in den sechsten Morgen unserer Seminarfahrt in Genua. Ein letztes Mal konnten wir uns auf das Frühstücks Büfett freuen. Die Freude der späten Vögel war jedoch unberechtigt, da sie sich mit den letzten Krümeln abfinden mussten.
Auch ohne Stärkung blieb der Stress vor dem Auscheck leider nicht aus. Koffer mussten gepackt, letzte Postkarten geschrieben und ein finaler Blick ins Zimmer geworfen werden, bevor die Vorfreude auf die Rückfahrt in die Heimat aufkommen konnte. Angedacht war das Treffen mit unserem Gepäck um 11:30 Uhr in der Lobby des Hotels, jedoch kam es aufgrund des kleinen aber feinen Aufzugs, welcher normalerweise nur von zwei Personen gleichzeitig benutzt werden sollte, zu Verzögerungen.
Nachdem wir die Tetris Mission, unsere Koffer alle in einem sehr kleinen Raum zu verstauen, erfolgreich abgeschlossen haben, konnten wir uns um die weitere Planung des gemeinsamen Abschlussessens kümmern. Vorerst sollte jeder 10€ blechen und bei WhatsApp über das gewünschte Gericht entscheiden.
Als das geklärt war, machten wir uns illegal mit der Metro auf den Weg (schwarz Fahren) in Richtung des Piazza de Ferrari und zu Fuß weiter zum Restaurant "Zena Zuena".
Dort wurde uns unsere deutsche Überpünklichkeit zum Verhängnis und so mussten wir noch 20 lange Minuten ausharren, bevor wir uns um 13 Uhr gemeinsam an eine der beiden langen Tafeln setzten konnten. Nach der Aufgabe unserer Getränke wurden bereits die ersten Vorspeisen Teller serviert. Die Verwunderung über etwas Focaccia mit Parmesan und einigen frittierten Brotstückchen, die wie Chicken Nuggets und Pommes aussahen, war sehr groß, und wurde auch nur von einem Teil der hungrigen Meute abgelegt. Die folgenden Hauptgerichte in Form von Pizza oder Pasta Variationen haben nicht jeden in ihrer Qualität oder Quantität überzeugt. Die Pizza zu schwarz oder zu knusprig, die Ravioli zu wenig und die gewünschten Nudeln mit Pesto (abseits von Gnoccis) waren laut offiziellen Aussagen auch aus, konnten allerdings mit einem wachsamen Auge in der Küche beim Kochen endeckt werden...Währenddessen einige schon fertig waren und andere immernoch auf ihre Gnoccis mit Pesto alla Genovese gewartet haben, wurden die Dosen der Softgetränke auf einer Seite gesammelt und sich die Zeit damit vertrieben ein Immitat des berühmten schiefen Turms von Pisa zu bauen. Auf der anderen Seite wurde lieber eine Auseinandersetzung über die herrliche Effizienz des deutschen Pfandsystems und den fehlenden Anreiz zur Umweltfreundlichkeit in Italien geführt.Überraschenderweise erhob Herr Ahrens das Wort auf uns und bedankte sich mit einem Short für die gemeinsame Zeit in Italien und beendete damit unser letztes gemeinsames Mahl. Bei der abschließenden Bezahlung der Getränke entstanden große Unzufriedenheiten: JEDER (egal ob Wasser, Aperol Spritz oder Vino) hatte auf einmal 5€ zu zahlen! Aber etwas anderes, als das so hinzunehmen, blieb uns nicht übrig. Bis zum gemeinsamen Treffen im Hotel um 18 Uhr blieben uns also noch knappe 3 1/2 Stunden, welche jedem individuell zur freien Verfügung standen. Mit dem letzten Einkauf von Pesto, Souvenirs und Nudeln beim orientalischen Markt oder dem letzten Besuch in der Lieblings-Eisdiele, auf der Suche des hübschen italienischen Verkäufers, kam jeder auf seine Kosten. Anschließend traten wir alle, egal ob zu Fuß oder mit den Öffis, den Rückweg zum Hotel an.



























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